Achtung: Ab Palmsonntag neue Gottesdienstzeiten in der Johanneskirche und in Queichheim

(außer bei den Konfirmationen).

Ab dem 15.4 ist Pfr. Müller in Kontaktstudium, deshalb können wir nur jeweils 2 Gottesdienste pro Wochenende angeboten werden.

Vielen Dank für ihr Verständnis.

Hier der aktuelle Plan!

 

Woche

 

Johanneskirche

Mörlheim

Queichheim

Lukaskirche

24.3 Palmsonntag

 

10.30 Familienkirche

Kuntz und Team

9.30 Uhr Kuntz

10 Uhr Müller

11 Uhr Müller

28.3 Gründonnerstag

 

18 Uhr zentraler Gottesdienst in Queichheim Kuntz/Müller

mit Süd Ost Kantorei + Potluck Dinner (alle, die können, bringen was mit)

29.3 Karfreitag

 

10.30 Uhr Müller 

9.30 Uhr Müller

10 Uhr Kuntz

11 Uhr Kuntz

30.3 Osternacht

 

21 Uhr Zentrale Osternacht in Mörlheim am Dorfgemeinschaftshaus Mörlheim mit Osterfeuer  Kessler/Müller und Team

31.3 Ostersonntag

 

10.30 Uhr Müller mit Abendmahl

9.30 Uhr Müller

 6 Uhr Osterfrüh Gottesdienst in der Lukaskirche Krauß/Kuntz und Team

1.4 Ostermontag

 

10 Uhr Müller zentral in Queichheim mit Süd-Ost Kantorei

7.4

 

10.30 Uhr Kuntz

9.30 Uhr Kuntz

 

 

14.4

 

 

 

10 Uhr Konfirmation

Müller/Kuntz

11 Uhr Dr. Geisthardt

21.4

 

10.30 Uhr Becht

 

 

10 Uhr Konfirmation

Müller/Kuntz


Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Dienstag, 16. April 2024

Der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht. Psalm 18,29

Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, auf dass es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. Lukas 1,78-79

Aus dem Kirchenbezirk

Theaterstück "Die ganze Hand" in Herxheim

Eugen Bolz. Politiker und Widerständler.

Foto: Theater Lindenhof Melchingen

Das Theaterstück „Die Ganze Hand“ setzt sich mit dem überzeugten Demokraten, Christ und Widerständler Eugen Bolz auseinander. Vor der Machtergreifung des NS-Regimes war er in Württemberg erst Justizminister, dann Innenminister und Staatspräsident.

Bereits 1934 formuliert er: „Bei offensichtlichem und dauerndem Missbrauch der Staatsgewalt besteht ein Notwehrrecht des Volkes“.

Ein Gedanke, den er mit Edith Stein, der Philosophin und Frauenrechtlerin mit jüdischen Wurzeln teilt. Stein lebte und arbeitete in der Pfalz, wurde in Bad Bergzabern getauft und trat später ins Kloster ein.

In einer fiktiven Szene des Stücks treffen sich die beiden im Kloster Beuron und debattieren über die Verpflichtung der Kirche in diesen Zeiten gegen den Unrechtsstaat vorzugehen. Eugen Bolz und Edith Stein wurden beide vom Nazi-Regime ermordet.

Am Samstag, 13. April 2024, um 20 Uhr in der Elmar-Weiller-Festhalle in

Herxheim wird das renommierte Theater Lindenhof von der Schwäbischen Alb dieses Stück „Die ganze Hand“ aufführen.

Das Chawwerusch Theater hat als Teil des Programms zu seinem 40-jährigen Jubiläum das befreundete Theater eingeladen. Ausgehend von Originaldokumenten aus der Zeit des Nationalsozialismus zeigt das Theaterstück die Stationen des Lebens von Eugen Bolz, der selbst vor dem von Freisler geführten Volksgerichtshof Würde und Haltung bewahrt hat.

Für diese außergewöhnliche Produktion wird große Nachfrage erwartet, daher findet das kostenlose Vorgespräch um 19 Uhr und die Aufführung um 20 Uhr in der Festhalle statt.

Karten zu 22 Euro (ermäßigt 15 Euro)

können unter www.chawwerusch.de und bei allen reservix-Vorverkaufsstellen.

Gruppenermäßigungen sind möglich. Melden Sie sich unter: info(at)chawwerusch.de

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Hier ein Ausschnitt aus einer Szene im Theaterstück:

In der nächsten Szene treffen im Kloster Beuron die Philosophin Edith Stein und Eugen Bolz aufeinander. Edith Stein da sitzt sie – war ab 1927 immer wieder hier zu Besuch und am 7. April 1933 ist sie ein letztes Mal ins Donautal aufgebrochen, weil unser Erzabt Raphael Walzer einen Brief an den Papst übermitteln sollte. Der Eugen Bolz wiederum ist nach seiner Schutzhaft im Juli 1933 schnurstracks hierher gereist – ich vermute, der musste sich nach der Eskalation erst einmal sich und seinen Gedanken widmen. Und dafür eignete sich die Bibliothek im Kloster hervorragend. Nun, jetzt braucht ihr da keine Geschichtsprofessoren zu sein, um festzustellen, dass sich die beiden nie getroffen haben – die haben sich wenn überhaupt ganz knapp verpasst. Was sie hier inhaltlich sagen, haben sie gesagt oder geschrieben, nur nicht zueinander. Nur ändern können wir sie nicht, die Vergangenheiten.

Edith Stein schreibt einen Brief an den Papst

»Als ein Kind des jüdischen Volkes, das durch Gottes Gnade seit elf Jahren ein Kind der katholischen Kirche ist, wage ich es vor dem Vater der Christenheit auszusprechen, was Millionen von Deutschen bedrückt. Seit Wochen sehen wir in Deutschland Taten geschehen, die jeder Gerechtigkeit und Menschlichkeit – von Nächstenliebe gar nicht zu reden – Hohn sprechen. Jahre hindurch haben die nationalsozialistischen Führer den Judenhaß gepredigt. Nachdem sie jetzt die Regierungsgewalt in ihre Hände gebracht und ihre Anhängerschar – darunter nachweislich verbrecherische Elemente – bewaffnet hatten, ist diese Saat des Hasses aufgegangen.«

Eugen Bolz:

„Die Kirche muss das Recht haben, gegenüber Staatsgesetzen einzugreifen, welche Lebensinteressen der Kirche und das Seelenheil der Gläubigen gefährden. Kirche und Staat mögen voneinander getrennt existieren, aber sie können nicht vollkommen unbekümmert nebeneinander leben und existieren. Die Kirche kann, nein, darf sich nicht heraushalten, wenn ein solches Unrecht geschieht.“

Edith Stein:

»Wir alle, die wir treue Kinder der Kirche sind und die Verhältnisse in Deutschland mit offenen Augen betrachten, fürchten das Schlimmste für das Ansehen der Kirche, wenn das Schweigen noch länger anhält. Wir sind auch der Überzeugung, daß dieses Schweigen nicht imstande sein wird, auf die Dauer den Frieden mit der gegenwärtigen deutschen Regierung zu erkaufen.«

Eugen Bolz

„Bei offensichtlichem und dauerndem Missbrauch der Staatsgewalt besteht ein Notwehrrecht des Volkes. Wir brauchen einen Widerstand, es ist unsere gebieterische Pflicht als Katholiken, das nationale Gewissen aufzurütteln.“

»Nur die Seele ist unerreichbar für alle äußeren Mächte.«