Liebe Schwestern und Brüder,

Pfarrer Müller macht bis zum 15.7. gerade ein Kontaktstudium und bildet sich in Theologie und Bäckerkunde für sie fort. Deshalb ist die Gemeinde nur Vertretungsweise versorgt. Beerdigungsanfragen richten sie am Besten an ihren Bestatter. Sie haben den aktuellen Plan und geben ihnen Auskunft, wer für sie zuständig ist.

Ab dem 8.5 ist Frau Jung auch im Pfarrbüro wieder für sie da. Immer Mittwochs von 10-12 Uhr.

Wenn sie konkrete Fragen zu ihrer jeweiligen Gemeinde haben, können sie auch versuchen unsere Presbyteriumsvorsitzenden zu erreichen (alle drei sind berufstätig und stehen natürlich nicht immer zur Verfügung):

Mörlheim: Ulrike Burkhart Tel. 0634152496

Queichheim: Mirjam Hantke-Zimnol Tel. 0175-6148776

Lukaskirche: Martina Wechinger Tel. 0152-28631812

 

In seelsorgerlichen Notfällen sind Andreas Kuntz (0152-23756388) und Stefan Bauer (0175-5941117 nicht im Juni) meistens für sie ansprechbar. Wenn alle Stricke reißen, können sie es auch zu den normalen Öffnungszeiten auf dem Dekanat versuchen 06341922200. 

Vielen Dank für ihr Verständnis


Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Samstag, 22. Juni 2024

HERR, sei mir gnädig, denn ich bin schwach; heile mich, HERR, denn meine Seele ist sehr erschrocken. Psalm 6,3.4

/Jesus spricht:/ Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Matthäus 11,28

Aus dem Kirchenbezirk

Mehr Zeit für die Menschen

Das Gemeinschaftspfarramt könnte zum 01.01.2024 starten

Foto: Anika Suzan

Foto: Anika Suzan

Grafik: Martin Anefeld

Im Rahmen des Erprobungsraums »Mehrstellenpfarramt – gemischt-professionelle Teams in der Region« wird der Protestantische Kirchenbezirk Landau ab 1. Januar 2024 in den drei Kooperationszonen »Landau-Mitte«, »Storchen« und »Nordwest« erstmals neue Wege gehen. Auf der 7. Tagung der Bezirkssynode Landau am vergangenen Freitag wurde ein Umsetzungsmodell für die neue Arbeitsstruktur in der Region vorgestellt. Im Anschluss gab es die Möglichkeit, in Kleingruppen zu diskutieren und den Verantwortlichen konkrete Empfehlungen für die Umsetzung auszusprechen. Am Ende empfahlen die Synodalen mit nur fünf Enthaltungen mehrheitlich den Presbyterien, der Errichtung gemeinschaftlich verwalteter Pfarrstellen im Kirchenbezirk ab dem 1. Januar 2024 zuzustimmen.

Einzelpfarramt langfristig nicht aufrechtzuerhalten

„Das Einzelkämpfertum von Gemeinden und Pfarrpersonen ist vorbei, wir werden in Zukunft arbeitsteilig zusammenarbeiten,“ so Dekan Volker Janke in seinem Einführungsvortrag. Vor dem Hintergrund stark rückläufiger Mitgliederzahlen und des sich in den nächsten Jahren noch verstärkenden Fachkräftemangels sei die Arbeit in den Einzelpfarrämtern langfristig ohnehin nicht mehr aufrechtzuerhalten. Laut Prognosen wird die Evangelische Kirche der Pfalz bis 2035 ein Drittel ihrer Mitglieder verloren haben. Damit werden dem Kirchenbezirk zwangsläufig weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Zugleich werden in der pfälzischen Landeskirche in den nächsten zehn Jahren jährlich bis zu 30 Pfarrerinnen und Pfarrer in den Ruhestand versetzt, wohingegen jährlich nur mit rund zehn Neueinstellungen gerechnet werden kann. Der Fachkräftemangel unter Pfarrpersonen wird sich also noch weiter zuspitzen.

Aufgrund der rückläufigen Mitgliederzahlen wird der Kirchenbezirk bis zum Jahr 2025 zwei weitere Pfarrstellen einsparen müssen. Von 24 Pfarrstellen im Jahr 2012 reduziert sich die Zahl auf 16 Pfarrstellen im Jahr 2025.

Arbeitsteilung in den Kooperationszonen

Um den gegenwärtigen Herausforderungen zu begegnen, sollen ab dem 1. Januar 2024 die derzeitigen Gemeindepfarrstellen in den drei Kooperationszonen des Kirchenbezirks durch »gemischt-professionelle Teams« in drei Gemeinschaftspfarrämtern ersetzt werden. Zukünftig teilen sich alle Pfarrstelleninhaberinnen und –inhaber gemeinsam die Verantwortung innerhalb des Gemeinschaftspfarramts. Eine Pfarrperson ist somit nicht mehr ausschließlich für die eigene Gemeinde verantwortlich, sondern für den ihr übertragenden Aufgabenbereich. Die jeweiligen Ausgabenbereiche werden durch Stellenbeschreibungen definiert. Dies geschieht in Übereinkunft mit den Presbyterien und unter Genehmigung des Bezirkskirchenrats.

Die Gemeinschaftspfarramtsverordnung der Landeskirche regelt die Zusammenarbeit der Pfarrpersonen innerhalb des Gemeinschaftspfarramts:  Die Aufgabenbereiche können fortan auch gemeindeübergreifend definiert werden. So kann beispielsweise eine Pfarrperson mit der Geschäftsführung in der gesamten Kooperationszone beauftragt oder die Geschäftsführung von mehreren Personen übernommen werden. Weitere Arbeitsschwerpunkte können in der Seelsorge, der Konfirmandenarbeit oder den Kasualien (Taufen, Trauungen, Bestattungen) gesetzt werden. Ferner können Seelsorgebezirke gebildet werden. Die Pfarrerinnen und Pfarrer sollen konstruktiv zusammenarbeiten. Die geschäftsführende Pfarrperson beruft hierfür regelmäßige Dienstbesprechungen ein.

Gabenorientiertes Arbeiten und Qualitätssteigerung

So neu ist die Idee von Arbeitsteilung in Kirche allerdings nicht, erläuterte Dekan Janke in seinem Plädoyer für das Gemeinschaftspfarramt. Bereits der Apostel Paulus beschreibt im ersten Brief an die Gemeinde in Korinth als einen Leib mit vielen Gliedern (1. Kor 12.). Die Arbeit in Gemeinschaftspfarramt ermöglicht es zukünftig den Pfarrerinnen und Pfarrern, wieder vermehrt gabenorientiert zu arbeiten. Fachfremde Aufgaben sollen sukzessive von Nicht-Theologen übernommen werden, sodass mehr Zeit für die pastorale Arbeit mit den Menschen vor Ort bleibt. Von der arbeitsteiligen Arbeitsweise profitieren insbesondere die Gemeinden, die ansonsten von Vakanzen betroffen wären, da personellen Veränderungen flexibler begegnet werden kann.

Die Spezialisierung führe somit insgesamt zu einer Qualitätssteigerung und Arbeitsentlastung unter den Kolleginnen und Kollegen in den gemischt-professionellen Teams. Damit steige auch die Arbeitszufriedenheit.

Im Rahmen von Regionalkonferenzen im September 2023 werden die 33 Presbyterien des Dekanats über die Einführung der drei Gemeinschaftspfarrämter zum 01.01.2024 entscheiden.

Rückblick

Im November 2019 wurde das Projekt »Mehrstellenpfarramt – gemischt-professionelle Teams in der Region« erstmals dem Bezirkskirchenrat vorgestellt. Seit Mitte 2021 arbeiten drei Steuerungsgruppen unter der Projektleitung von Pfarrer Dr. Uwe Laux an der Umsetzung des Erprobungsraums. Im Januar 2023 formulierte der Pfarrkonvent vor dem Hintergrund einer vorausgegangenen Bedarfsabfrage in den Presbyterien ein konkretes Umsetzungsmodell, welches am 24. März 2024 dem Bezirkskirchenrat vorgestellt wurde.

Am 19. November 2022 beschloss die Landessynode ein Gesetz zur Änderung der Kirchenverfassung. Zur Erprobung neuer Formen der Zusammenarbeit kann die Kirchenregierung künftig im Einvernehmen mit den beteiligten Kirchengemeinden und nach Anhörung des zuständigen Bezirkskirchenrats mehrere Pfarrstellen mit gemeinschaftlich verwaltetem Pfarramt errichten.

Die Teams werden neben Pfarrpersonen aus weiteren theologischen und nicht-theologischen Hauptamtlichen bestehen. Dazu gehören beispielsweise Mitarbeitende aus dem Gemeindepädagogischen Dienst, der Jugendzentrale, der Kirchenmusik, des Kindertagesstättenverbands Landau und Umgebung, einer Standardassistenz und ab 2025 einer Fachkraft für Gebäudemanagement.

Der Erprobungszeitraum beträgt acht Jahre. Er kann um weitere vier Jahre verlängert werden. Nach erfolgter Evaluation besteht die Möglichkeit, in das alte Modell zurückzukehren.