Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Montag, 30. Januar 2023

Der HERR, unser Gott, hat uns behütet auf dem ganzen Wege, den wir gegangen sind. Josua 24,17

Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Matthäus 28,20

Aus dem Kirchenbezirk

Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.

Jugendliche im Gespräch mit Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst

Jugendliche im Gespräch mit Dorothee Wüst (Foto: Anika Suzan)

„Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.“ - so lautete das Motto der 64. Spendenaktion der evangelischen Hilfsorganisation »Brot für die Welt«. Der Eröffnungsgottesdienst der Evangelischen Kirche der Pfalz fand am 1. Advent in der Prot. Stiftskirche Landau statt. Die Liturgie gestaltete ein Team der Stiftskirchengemeinde. Zu Gast waren neben Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst auch Pfarrerin Corinna Weissmann (Referentin für Ökumenische Diakonie beim Diakonischen Werk der Pfalz) sowie der pfälzische Landespfarrer für Diakonie, Albrecht Bähr. Die musikalische Gestaltung des Adventsgottesdienstes übernahmen Stifts- und Bezirkskantorin Anna Linß sowie Landesposaunenwart Matthias Fitting. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand ein Gespräch von Jugendlichen mit der Kirchenpräsidentin.

Klimaschutz beginnt vor der eigenen Haustür

Zunächst waren die Gottesdienstbesucher*innen gefragt. Via Smartphone konnten sie die »Klimafreundlichkeit« der Evangelischen Kirche der Pfalz sowie das eigene Konsumverhalten bewerten. In einem zweiten Schritt wurden die Anwesenden zu ihrem Spendenverhalten befragt. Die Ergebnisse der Mentimeter-Umfrage diskutierten Jugendliche mit Kirchenpräsidentin Wüst.

„Klimaschutz beginnt vor der eigenen Haustür“, so Wüst. Die Evangelische Kirche der Pfalz sei bestrebt, Vorbild zu sein und die Klimaschutzrichtlinien der EKD umzusetzen. Bis 2035 wolle man Klimaneutralität erreichen. Das sei nicht immer einfach, doch die beiden Tagungshäuser der Landeskirche, das Butenschoen-Haus in Landau und das Martin-Butzer-Haus in Bad Dürkheim, seien bereits mit dem »Grünen Gockel« ausgezeichnet, einem Zertifikat für kirchliches Umweltmanagement in Kirchengemeinden sowie kirchlichen und diakonischen Einrichtungen.

Die Kirchenpräsidentin zeigte Verständnis für das Anliegen der »Letzten Generation«, distanzierte sich aber von deren Protestaktionen. Sie betonte, sie sei optimistisch, dass Gott uns dabei helfen werde, alles dafür zu tun, diese Welt zu erhalten und unserem Schöpfungsauftrag gerecht zu werden.

Den Menschen in den ärmsten Regionen ein würdevolles Leben ermöglichen

Das Motto der diesjährigen Aktion Brot für die Welt sei nicht zufällig gewählt. Zwar hätten die Menschen in den ärmsten Regionen der Welt häufig am stärksten unter den Folgen des Klimawandels zu leiden, aber letztendlich säßen wir alle in einem Boot und müssten solidarisch mit unseren Brüdern und Schwestern sein.

Dafür setze sich Brot für die Welt ein. Das Entwicklungswerk hilft beispielsweise Kleinbauern dabei, Saatgut zu erhalten, das es ihnen ermöglicht, mit den veränderten Lebensbedingungen umzugehen oder unabhängiger von großen Saatgutkonzernen zu werden. Ziel sei es, den Menschen ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und sie nicht zu Bittstellern werden zu lassen. Auch Albrecht Bähr unterstrich dies noch einmal in seinem Spendenaufruf.

Hintergrund

Brot für die Welt ist ein Entwicklungswerk der evangelischen Kirchen in Deutschland und in knapp 90 Ländern rund um den Globus aktiv. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern hilft es, armen und ausgegrenzten Menschen, aus eigener Kraft ihre Lebenssituation zu verbessern. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Sicherung von Ernährung.

Wenn Sie die Arbeit von Brot für die Welt unterstützen wollen, können Sie unter folgendem Link spenden: www.brot-fuer-die-welt.de/spenden/

Informationen zum »Grünen Gockel« erhalten Sie unter: umwelt-evangelisch.de/gruener-gockel/was